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Hallo ich bin Elena und war 2004/05 mit OCEP vier Monate in Ghana. Da ich gern in einem Waisenhaus arbeiten wollte, bin ich nach Cape Coast in das Human Service Trust orphanage gekommen. Zu meiner neuen Familie gehörten Oma, die das Waisenhaus leitet, Opa, fünf Schwestern, die etwa in meinem Alter sind und natürlich die 9 Waisenkinder. Meine Aufgabe war es die Kinder zur Schule zu bringen oder abzuholen und dann mittags mit ihnen zu spielen und Hausaufgaben zu machen. Sie waren ganz wild aufs Basteln oder auf Ballspiele vor dem Haus. Wir machten auch mal Ausflüge oder ich half meinen „Schwestern“ beim Kochen und Fufu stampfen. Lustig war es auch als ich versuchte den Kids das Fahrradfahren beizubringen, doch leider war die Zeit zu kurz und nur zwei von ihnen konnten bei meiner Abreise selbstständig fahren. Da ich direkt im Waisenhaus gewohnt habe, saß ich auch abends meistens noch mit den Kindern zusammen, die mich dann ganz genau über Deutschland ausfragten und unbedingt ein paar deutsche Wörter lernen wollten. Außerdem gingen wir einmal in der Woche gemeinsam in die Bücherei und liehen Bücher aus, mit denen wir mittags das Lesen übten oder aus denen ich abends eine Gutenachtgeschichte vorlas. Schön war es, dass es nur 9 Kinder waren, so lernte ich sie natürlich besonders gut kennen, dafür fiel mir dann der Abschied umso schwerer. Cape Coast ist nicht schlecht zum Wohnen, es ist viel ruhiger als in „busy“ Accra und man wird nicht ganz so oft angesprochen, (was manchmal ganz schön nerven kann) und trotzdem ist was los. Die Unterbringung war gut, meine Dusche war schon fast Luxus verglichen mit anderen ;-). Außerdem soll es in absehbarer Zeit neue Unterkünfte im ersten Stock geben, der noch im Rohbau ist, so dass man dann noch mehr Privatsphäre hat. Es gibt natürlich auch schwierige Situationen, z.B. finde ich es sehr schade, wenn auch manchmal verständlich, dass viele Leute, wenn sie einen Weißen sehen nur ans Geld denken oder viele Ghanaer Probleme nicht ansprechen, sondern warten bis sie sich von selbst lösen (oder auch nicht). Auf jeden Fall bekommt man sehr viel Reiseerfahrung und es gab auch so viele schöne Momente. Ich bin übrigens das lebende Beispiel dafür, dass nicht jeder vom Essen Probleme bekommen muss, obwohl ich fast alles probiert habe und ich nicht auf die leckeren Gerichte, die am Straßenrand angeboten wurden, verzichten wollte. Ach ja und stellt euch darauf ein: In Ghana kommt meistens immer alles anders als gedacht oder geplant, was sowohl negativ wie positiv sein kann. Was ich gut fand, dass es bei OCEP relativ locker zugeht und es fast nichts gibt was man nicht hätte besprechen können. Fragt am besten auch vorher mal nach, ob und wo andere Volunteers zu eurer Zeit sind. Es ist immer schön sich zu treffen und dann vielleicht auch gemeinsam zu reisen, um noch mehr von Ghana zu sehen. Und wenn ihr die Gelegenheit habt dann geht auch auf eine Beerdigung, die in Ghana ja sehr groß gefeiert wird und lasst euch am besten noch das passende Kleid dafür nähen, dann habt ihr alle Ghanaer auf eurer Seite. Was ich euch noch empfehlen würde mitzunehmen: Genug Moskitospray oder -lotion, Gel zum Händewaschen ohne Wasser, Hüttenschlafsack, Taschenlampe (wegen Stromausfall), wasserdichte verschließbare Tüten (wegen Ameisen etc.), Fieberthermometer, Kassettenadapter (wenn man einen Discman o.ä. dabei hat), Ohrstöpsel, Gürteltasche für Wertsachen, die man unter der Kleidung tragen kann, Elektrolyte zum Flüssigkeitsausgleich © OCEP Foundation |
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